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Bayer und Uniklinik Köln starten weitreichende Zusammenarbeit

26.03.2008
Bayer
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Bayer und die Uniklinik Köln werden ab sofort im Bereich der medizinischen Forschung zusammenarbeiten. Ein Kooperationsvertrag, der neue Maßstäbe setzt für die Qualität derartiger Partnerschaften, wurde am 26. März in Köln unterzeichnet. Dieses „Preferred Partnership-Agreement“ für die Zusammenarbeit bei Forschungs- und Entwicklungsthemen - speziell in der Onkologie, der Kardiologie, den Erkrankungen des Zentralnervensystems sowie bei präklinischen Arbeiten -, bringt durch die fachlichen Schwerpunkte und die geographische Nähe der Partner deutliche Vorteile bei der Positionierung im internationalen Wettbewerb.

Die Uniklinik Köln und Bayer wollen in Zukunft vermehrt gemeinsame klinische Studien in den oben genannten Gebieten durchführen. Auch die Exzellenz des wissenschaftlichen Nachwuchses soll durch die Kooperation verstärkt werden: Geplant ist die Einrichtung eines Graduiertenkollegs, in dem schon 2009 die ersten Doktoranden gefördert werden sollen.

„Die klinische Forschung in Deutschland spielt für die Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente eine wichtige Rolle. Wir wollen mit dieser Partnerschaft unser exzellentes Know-how auf diesem Hightech-Gebiet gemeinsam mit der Uniklinik Köln einbringen und weiter ausbauen“, sagte Dr. Wolfgang Plischke, Mitglied des Vorstands der Bayer AG und u. a. verantwortlich für Innovation und Technologie. Plischke weiter: „Eine Partnerschaft wie diese kann als Vorbild für die Zukunft des Innovationsstandortes NRW dienen.“ Bayer will im Jahr 2008 rund 2,8 Mrd. Euro in Forschung und Entwicklung investieren, davon allein 1,8 Mrd. Euro in den Bereichen Pharma und Consumer Health.

„Das Zusammengehen unseres Standortes exzellenter universitärer Forschung mit einem der führenden forschenden Pharmaunternehmen Deutschlands bringt innovative Medi-kamente schneller zum Patienten“, erklärte Prof. Dr. med. Edgar Schömig, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Uniklinik Köln. „Durch strenge wissenschaftliche Regularien bei den Studien und intensivem regelmäßigen Austausch bleibt die Unab-hängigkeit universitärer Forschung gewahrt.“

Die Uniklinik Köln und die Medizinische Fakultät der Universität zu Köln haben als Schwerpunkte ihrer klinischen Forschung das Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Tumorleiden und Abwehrmechanismen sowie Erkrankungen des Zentralnervensystems und Stoffwechselleiden definiert. Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung wird der Bayer-Teilkonzern HealthCare hinsichtlich der Entwicklung und klinischen Testung neuer Substanzen jeweils prüfen, ob sich Studien in enger Zusammenarbeit mit der Uniklinik Köln realisieren lassen. Die Uniklinik wird bei neuartigen medizinischen Entwicklungen oder Ideen wiederum abwägen, ob eine Kooperation mit Bayer möglich ist.

Der Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, Prof. Dr. Joachim Klosterkötter, betonte, dass „die Uniklinik durch das an ihr unlängst eingerichtete Zentrum für Klinische Studien (ZKS) in exzellenter Weise geeignet ist, Arzneimittelstudien der unterschiedlichsten Prüfphasen in hervorragender Qualität auf höchstem Niveau durch-zuführen.“

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, nordrhein-westfälischer Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie lobte bei einer Feierstunde in der Uniklinik Köln das Vor-haben der beiden Partner: „Diese Kooperation zwischen einem globalen Pharma-unternehmen und der Uniklinik Köln ist die weit reichendste, die eine nordrhein-westfälische Universitätsklinik bislang eingegangen ist. Sie stärkt beide Seiten und bedeutet einen großen Gewinn für die Arzneimittel-Forschung in Nordrhein-Westfalen.“

Deutschland als Standort für klinische Studien hat in den vergangenen Jahren eine starke Konkurrenz von Ländern wie China, Indien oder auch Osteuropa bekommen. Dabei ist die wissenschaftliche Qualität der in Deutschland durchgeführten Studien als sehr hoch einzustufen. Eine höhere Anzahl an Studien stärkt nicht nur die Forschung am Standort Deutschland, sondern vereinfacht auch den Zugang der Patienten zu den neuesten Medikamenten.

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