 |  | PORTRAIT |  |  |  | PRODUKTE |  |  |  | MELDUNGEN |  |  |  | KONTAKT |  |  | | +++ 1885 gegründet +++ Teilkonzern Frubiase stellt Vitamin-, Spurenelement- und Mineralienpräparate her +++ Zusammenstellung der Wirkstoffe individuell abgestimmt +++ 38.400 Mitarbeiter +++ 137 Gesellschaften auf allen Kontinenten +++ |  |  |  HIV-/Aids-Medikamente für Entwicklungsländer - Boehringer Ingelheims Patentpolitik
 01.12.2007
Bereits sieben von neun von der WHO präqualifizierten Generika-Herstellern haben Boehringer Ingelheims Non-Assert-Erklärung für das Aids-Medikament Nevirapin akzeptiert. Diese Erklärung ist eine Freistellungserklärung, die es den Pharmaunternehmen erlaubt, Nevirapin für Entwicklungsländer zu entwickeln, zu produzieren und dort zu vertreiben, ohne Lizenzgebühren zahlen zu müssen.
Boehringer Ingelheim steht zu der Aussage, dass Patente den Zugang zu Aids-Arzneimitteln, in diesem Fall Nevirapin (Viramune®), nicht behindern dürfen. Um diese Position zu bekräftigen, hat das Unternehmen bereits 2006 entschieden, die frühere Lizenzvergabe weiter zu verbessern. Hierdurch ist eine deutlich breitere Versorgung bedürftiger Patienten in Entwicklungsländern zu erwarten:
* Boehringer Ingelheim bietet den Herstellern von Nevirapin-Produkten Vereinbarungen an, damit Patente in diesen low-income countries der Versorgung nicht im Weg stehen.
* Boehringer Ingelheim verzichtet auf jegliche Lizenzgebühren für Produktion, Vertrieb und Verkauf von Nevirapin durch Generika-Hersteller in diesen Ländern.
* Die Auswahlkriterien für Länder, die von Non-Assert-Erklärungen profitieren, wurden ausgeweitet und umfassen nun neben den low-income countries gemäß Weltbankklassifikation und allen Länder mit einem niedrigen Human Development-Index gemäß UNDP auch alle übrigen Staaten auf dem afrikanischen Kontinent: insgesamt 78 Länder.
Die Registrierung von Patenten in Ländern, wo dies möglich ist, wird jedoch weiter verfolgt, um die Qualität der Medikamenten-Produktion auf hohem Niveau zu halten. Generika-Hersteller, deren Produktionsanlagen durch die WHO präqualifiziert sind, dürfen Nevirapin-Produkte für Entwicklungsländer mit unserem Einverständnis und ohne Lizenzgebühren herstellen und vertreiben. Ohne Patenterteilung dürfte jedes Unternehmen, auch solche, die den WHO Anforderungen nicht genügen, Nevirapin produzieren und nach eigenem Gutdünken vertreiben.
Medikamenten-Spenden
Seit 2000 ermöglicht Boehringer Ingelheim den kostenlosen Zugang zu Einzeldosen von Viramune® (Nevirapin), das allein oder in Kombination mit anderen Medikamenten die Mutter-Kind-Übertragung des HI-Virus während der Geburt verhindern soll. Das Unternehmen spendet das Präparat zurzeit in 59 Länder in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Bisher wurden mehr als eine Million Einzeldosen für Mütter und Kinder gratis abgegeben.
Deutlich reduzierte Preise für Viramune
Ein weiterer Schritt zur Sicherung des Zugangs zu HIV-Medikamenten ist die deutliche Reduzierung des Preises für Viramune® zur kontinuierlichen Behandlung in Entwicklungsländern und Schwellenländern. In 78 Entwicklungsländern ist der Preis für Viramune zu Jahresbeginn 2007 halbiert worden. 63 weitere Länder mittleren Einkommens können ebenfalls einen geringeren Preis in Anspruch nehmen. Dieser beläuft sich auf etwa 90 Prozent des Preisniveaus in hoch industrialisierten Ländern.
Neue Hoffnung durch neue Medikamente
Nachdem Boehringer Ingelheim bereits 1996 mit Viramune® den ersten nicht-nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Hemmer auf den Markt gebracht hat, bietet das Unternehmen jetzt mit dem neuen Protease-Hemmer Aptivus® ein Medikament für HIV-positive Patienten an, bei denen die aktuell verfügbaren Anti-HIV-Präparate nicht ausreichend wirken. Derzeit befinden sich weitere virologische Substanzen in der klinischen Entwicklung. Boehringer Ingelheim setzt bereits seit vielen Jahren in der Forschung einen starken Fokus im Bereich HIV/Aids-Präparate. Ohne diese hohen Investitionen forschender Arzneimittelhersteller wie Boehringer Ingelheim gäbe es noch keine Möglichkeit, HIV/Aids wirksam zu behandeln, oder die Behandlung nebenwirkungsärmer und effizienter zu gestalten.
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