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vor Arzneimitteln aus unsicheren Quellen per Internet

22.06.2007

Gesundheitsministerium warnt vor Arzneimitteln aus unsicheren Quellen per Internet Das Gesundheitsministerium warnt vor Präparaten oder Arzneimitteln, die aus unsicheren Quellen über das Internet angeboten und vertrieben werden. Diese Produkte könnten gefälscht sein oder Inhaltsstoffe enthalten, die nicht gekennzeichnet sind. Konkreter Anlass ist eine Warnung des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte. Dieses warnt aktuell vor der Einnahme von zwei angeblichen Potenzmitteln, die unter anderem von einem Anbieter aus Brandenburg angeboten wurden. Die Mittel werden über das Internet als traditionell chinesische Medizin vertrieben. Wer diese Mittel einnimmt, kann seine Gesundheit jedoch in Gefahr bringen, warnen die Expertinnen und Experten des Budnesinstituts. Konkret handelt es sich um Mittel mit den Namen „Ceedra“ und „PerfeX-men“. Hersteller ist die Firma Naviti/Vitavartis mit Sitz in Warschau. Die Präparate wurden als rein pflanzliche Arzneimittel der traditionellen chinesischen Medizin beworben und die allseits bekannten Nebenwirkungen synthetischer Produkte bei diesen Arzneimitteln würden laut Anbieter nicht auftreten. Laboruntersuchungen dieser Präparate haben allerdings ergeben, dass in ihnen ein nicht deklarierter synthetischer Wirkstoff als Hauptbestandteil enthalten ist. Dieser Stoff, dessen Wirkungen und mögliche Nebenwirkungen bisher noch nicht in klinischen Studien untersucht wurden, birgt ein besonderes Risiko für die Gesundheit. Die illegal vertriebenen Arzneimittel „Ceedra“ und „PerfeX-men“. können deshalb zum Beispiel bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen. In Deutschland ist der Versandhandel mit Arzneimitteln seit 2004 erlaubt; Versandapotheken besitzen eine behördliche Erlaubnis. Innerhalb der EU dürfen nur zugelassene Internetapotheken aus Großbritannien und den Niederlanden, da hier vergleichbare Sicherheitstsandards zutreffen, nach Deutschland versenden. Der Internet-Bezug von Arzneimitteln aus Nicht-EU-Staaten ist nicht erlaubt.
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