Entprofessionalisierung in Unikliniken?
 20.07.2007 | In den Krankenhäusern wird derzeit die wichtige Debatte geführt, wonach die Pflege zukünftig Teile ärztlicher Tätigkeiten in Prozesssteuerung, Beratung, Diagnostik und Therapie übernehmen soll. Damit könnten die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte durch die Übernahme von weiteren verantwortungsvollen Tätigkeiten nachhaltig verbessert werden, wobei aber parallel hierzu die Arbeitsbelastung der Pflege bei gleichzeitiger Personalverknappung steigen würde.
Einen Lösungsvorschlag bietet die Uniklinik Münster (UKM). Sie erprobt bereits die Übernahme von zwei ärztlichen Tätigkeiten durch das Pflegepersonal, die Blutentnahme sowie die intravenöse Medikamentengabe - dazu gehört auch die Verabreichung von Zytostatika. Parallel zu den neuen Tätigkeiten wird das Pflegepersonal auch entlastet, etwa durch die Delegation des Krankentransports an andere Gruppen. "Mit der Delegation ärztlicher Tätigkeiten auf die Pflege können Prozesse optimiert werden, auch mit dem Ziel, dass mehr Zeit für Patientinnen und Patienten zur Verfügung steht", betont UKM-Pflegedirektor Michael Rentmeister.
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