 |  | PORTRAIT |  |  |  | MELDUNGEN |  |  |  | KONTAKT |  |  | | +++ 14 Zentren mit mehr als 80 interdisziplinär zusammenarbeitenden Kliniken, Polikliniken und Instituten +++ 6400 Angestellte +++ 1.369 Betten +++ jährlich etwa 70.000 Patienten, 50.000 Notfälle +++ Transplantationen von Herz, Lunge, Leber, Niere und Knochenmark +++ |  |  |  UKE: Zahnärztliche Prothetik unter neuer Leitung
 07.01.2008
Mit Prof. Dr. med. dent. Guido Heydecke als neuem Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik stärkt das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) seine Kompetenz in der Implantatprothetik. Der 38-jährige Professor (W3) für Zahnärztliche Prothetik ist ausgewiesener Experte auf dem Gebiet des festsitzenden und implantatgetragenen Zahnersatzes. Zuletzt war er als Leitender Oberarzt in der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik am Universitätsklinikum Freiburg tätig. Heydecke hat sein Amt im Oktober 2007 als Nachfolger von Prof. Dr. med. dent Hans Dieter Jüde angetreten.
Im wachsenden Markt der Implantatprothetik setzt Heydecke auf das Zentrumskonzept des UKE mit seinem hohen interdisziplinären Anspruch: "Durch die enge Kooperation der Spezialisten der verschiedenen Fachabteilungen erfährt der Patient eine ausgezeichnete Vorbehandlung und Diagnostik, die auch zahnärztliche Begleiterkrankungen, Erkrankungen des Zahnhalteapparats, Zahn- und Kieferfehlstellungen sowie Ernährungsgewohnheiten berücksichtigt." Die multidisziplinäre Betreuung ermöglicht eine ideale zahnprothetische Versorgung von Kindern mit Fehlbildungen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich (zum Beispiel Zahnunterzahl), von Patienten mit Defekten nach Tumoroperationen oder Unfällen, von Patienten mit durch Parodontose vorgeschädigtem Gebiss sowie von älteren Patienten. Häufig werden dabei Implantate eingesetzt, mit denen Ästhetik und Kaufunktion optimal wiederhergestellt werden können.
In seinen Forschungsarbeiten konnte Heydecke unter anderem zeigen, dass die Lebensqualität von zahnlosen Patienten mit Implantatprothesen um 35 Prozent höher ist als die von zahnlosen Patienten mit klassischen, herausnehmbaren Prothesen. Er stellte ebenfalls fest, dass bei teilweise zahnlosen Patienten nur Implantate den Komfort von Brücken erreichen beziehungsweise übertreffen und sich ausschließlich mit festsitzendem Zahnersatz überhaupt ein Zuwachs an Lebensqualität erreichen lässt. In weiteren Studien beschäftigte sich Heydecke unter anderem mit verschiedenen zahnprothetischen Materialien und Techniken sowie mit der Verwendung von Vollkeramik zur ästhetischen Gebissrekonstruktion.
Nach dem Studium der Zahnmedizin (1989 bis 1994) an der Medizinischen Hochschule Hannover arbeitete Heydecke zunächst in einer Privatpraxis in Gifhorn und in der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik der Universität Bonn. Nach der Promotion 1996 war er als wissenschaftlicher Angestellter an der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Freiburg tätig. 1999 ging er als Gastprofessor an eine zahnmedizinische Forschungseinheit der University of Michigan in Ann Arbor (USA). Das Jahr 2002 verbrachte er mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als Gastprofessor an der "McGill University", Montreal (Kanada). Im selben Jahr wurde er von der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde zum Spezialisten für Prothetik ernannt. Seit 2003 arbeitete er als Oberarzt in der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Freiburg. 2004 folgten die Habilitation und die Bestellung zum Leitenden Oberarzt; 2006 wurde Heydecke zum außerplanmäßigen Professor für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde ernannt.
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