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Tomotherapie am UKE seit einem Jahr im Einsatz

04.01.2008

Seit einem Jahr verfügt das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) als einzige Klinik in Norddeutschland über ein Gerät zur Tomotherapie. In den ersten zwölf Monaten des klinischen Einsatzes profitierten bereits 120 Patienten von dieser neuartigen Technik, mit der Tumoren hochpräzise bestrahlt werden können. "Unsere wissenschaftlichen Analysen zeigen, dass die Tomotherapie in diesen Fällen besser geeignet war als andere, etablierte Bestrahlungstechniken", sagt Dr. Rudolf Schwarz, der das Gerät im Bereich Strahlentherapie der "Ambulanzzentrum des UKE GmbH" betreut. "Die Tumoren konnten effektiver bestrahlt und die Nebenwirkungen reduziert werden."

Neben der Operation und der Chemotherapie ist die Strahlentherapie eine der am häufigsten eingesetzten Methoden zur Krebsbehandlung. Bei der Tomotherapie bewegt sich das Bestrahlungsgerät um den Patienten herum und wird dabei durch einen integrierten Computertomografen gesteuert, mit dem sich die Lage der Krebsgeschwüre exakt ermitteln lässt. Das Zielgebiet wird durch eine sehr feine Bündelung des Strahls hochpräzise bestrahlt. Die Strahlenbelastung der umliegenden gesunden Gewebe wird minimiert; der Patient kann mit weniger Nebenwirkungen rechnen.

Das UKE hatte im Herbst 2006 als zweite Klinik in Deutschland ein Tomotherapiegerät in Betrieb genommen. (Weltweit wurden bereits über 150 solcher Geräte installiert.) Finanziert wurde die Anlage im UKE über die Erlöse der "Ambulanzzentrum des UKE GmbH", einer 100-prozentigen UKE-Tochter. "Die qualitativ hochwertige Strahlentherapie in unserem Ambulanzzentrum ist eine der tragenden Säulen unseres Onkologischen Zentrums am UKE. Die Tomotherapie konnte im ersten Jahr ihres Bestehen hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten", betont UKE-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Jörg F. Debatin.

Schwerpunktmäßig wird die Tomotherapie im UKE bei Patienten mit Prostatakarzinom beziehungsweise Kopf-Hals-, Oberbauch-, Hirn- oder Knochentumoren eingesetzt. Im Rahmen von internationalen und nationalen Studien konnten auch einige Kinder mit Krebserkrankungen behandelt werden. Die Therapie wird sowohl bei ambulanten als auch bei stationären Patienten eingesetzt. In jedem Einzelfall wird geprüft, ob eine Tomotherapie sinnvoll oder eine andere Bestrahlungstechnik angezeigt ist.

Im Ambulanzzentrum des UKE werden jährlich 1600 Patienten bestrahlt. Ambulante und stationäre Strahlentherapie sind hier eng miteinander verzahnt. "Die Tomotherapie hat sich neben anderen hochspezialisierten Techniken - wie zum Beispiel der herkömmlichen intensitätsmodulierten Bestrahlung (IMRT), der Stereotaxie und der Brachytherapie - bewährt und stellt eine wesentliche Bereicherung unseres reichhaltigen therapeutischen Angebots dar", so Priv.-Doz. Dr. Andreas Krüll, Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer des Ambulanzzentrums.

Auch für die medizinisch-physikalische Forschung am UKE hat die Tomotherapie neue Perspektiven eröffnet. "Im Rahmen verschiedener wissenschaftlicher Projekte konnten neue Erkenntnisse erarbeitet und publiziert werden", so der leitende Medizinphysiker, Prof. Dr. Rainer Schmidt.

Zur Webseite von Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf...


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