 |  | PORTRAIT |  |  |  | MELDUNGEN |  |  |  | KONTAKT |  |  | | +++ 1100 Betten, 26 Fachabteilungen, 2500 Mitarbeiter +++ Versorgung von 75.000 Patienten im Jahr +++ 1999: vollständige Sanierung der Kinderklinik +++ zugehörig zur "Städtisches Klinikum München GmbH" +++ mordernes Rettungszentrum +++ KTQ-zertifiziert +++ |  |  |  Sportmedizinischer Check gibt Freizeitläufern mehr Sicherheit
 15.02.2008
In Kooperation mit den Sportmedizinern des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus initiieren die Organisatoren des 11. RENTA Oberelbe-Marathons für die Teilnehmer eine breit angelegte, sportmedizinische Präventionskampagne. Ziel der Aktion ist, die gesundheitlichen Risiken der Freizeitläufer zu senken und ihren Trainingsplan durch eine umfassende Leistungsdiagnostik zu optimieren. Der Funktionsbereich Rehabilitations- und Sportmedizin der Klinik für Orthopädie unterstützt diese Kampagne unter anderem mit zusätzlichen Kapazitäten, um 200 Hobby-Athleten bis Ende März 2008 fachärztlich zu untersuchen.
Trotz eines gut angepassten Trainingsplans und einer subjektiv empfundenen Fitness kann die mehrstündige extreme körperliche Belastung beim Marathon eine ernste gesundheitliche Krise auslösen, die in Einzelfällen auch tödlich endet. Von derart dramatischen Folgen blieben im vergangenen Jahr auch einige der sächsischen Laufveranstaltungen nicht verschont. Dabei lassen sich viele der Risiken durch einen sportmedizinischen Check deutlich senken. „Bei unseren Untersuchungen von Freizeitsportlern stellen wir immer wieder einmal Erkrankungen von Herz oder Kreislauf fest, die den Betroffenen bisher nicht bekannt waren“, sagt Dr. Heidrun Beck, Fachärztin im Funktionsbereich Rehabilitations- und Sportmedizin. Das bedeute aber kein absolutes Sport-Verbot, sondern bietet den Betroffenen die Gelegenheit, sich neu zu orientieren.
Der Verband „German Road Races“, dem sich auch die Organisatoren des 11. RENTA Oberelbe-Marathons angeschlossen haben, nimmt diese Gefahrenquelle ernst. Einer Anregung namhafter deutscher Sportmediziner wie Prof. Wilfried Kindermann – unter anderem Leiter des Instituts für Sport- und Präventivmedizin der Universität Saarbrücken – folgend, müssen Freizeitsportler beim Anmelden für eine Laufveranstaltung versichern, dass sie sich einem Gesundheits-Check unterworfen haben. Ohne diese Erklärung ist es nicht mehr möglich, sich zur 2008er Ausgabe des Oberelbe-Marathons anzumelden. „Zu einer erfolgreichen Laufveranstaltung gehören für uns nicht nur gute Zeiten und eine hohe Teilnehmerzahl. Uns liegt es auch am Herzen, dass alle Sportler gesund ins Ziel kommen“, sagt Uwe Sonntag, der den Ende April stattfindenden Marathon organisiert.
Um es nicht dabei zu belassen, die Freizeitsportler zu einer sportmedizinischen Untersuchung zu verpflichten, entstand mit der Aktion „Dresden macht sich fit – sicher!“ ein Angebot für eine umfangreiche sportmedizinische Gesundheitsuntersuchung. Dazu gewann Uwe Sonntag den Funktionsbereich Rehabilitations- und Sportmedizin des Uniklinikums. Als Partner dieser Kampagne bietet der Bereich unter anderem Sonderkonditionen und zusätzliche Kapazitäten. Ziel ist es, bis März 200 Hobby-Athleten fachärztlich zu untersuchen.
Der sportmedizinische Check für Langstreckenläufer umfasst zwei jeweils gut einstündige Termine. Beim ersten Mal steht die Gesundheitsuntersuchung im Mittelpunkt, während es am zweiten Termin um die Leistungsdiagnostik geht. Gegebenenfalls sprechen Ärzte und Freizeitsportler dann auch über die Laborwerte. Falls die Ärzte Auffälligkeiten registrieren, lässt sich der Check unmittelbar ergänzen. Dazu steht den Sportmedizin das Netz der verschiedenen Kliniken des Universitätsklinikums zur Verfügung – etwa die Fachgebiete Radiologie oder Innere Medizin. Die Ergebnisse der medizinischen Untersuchung und des Leistungstests liefern die Grundlagen für eine individuelle Trainingsempfehlung. Der Check ist kostenpflichtig, wobei viele gesetzliche Krankenkassen bereit sind, einen Teil des zu zahlenden Betrags im Rahmen ihrer Zuschüsse für präventive Maßnahme zu übernehmen.
Bei dieser Aktion profitieren die Teilnehmer vom Know-how der Ärzte des Bereichs, dem sich seit vielen Jahren Spitzensportler anvertrauen. Unter anderem betreuen die Dresdner Ärzte die Nationalmannschaft der Short-Tracker während des Trainings ebenso wie bei den Wettkämpfen. Zu den Leistungen des sportmedizinischen Check gehören unter anderem: Eine internistische und orthopädische Untersuchung, Gewichts- und Körperfettmessung, Ruhe- sowie Belastungs-EKG, ein ergometrischer Stufentest auf dem Laufband mit Atemgasanalyse sowie mehreren Laktatbestimmungen. Darauf aufbauend erstellen die Sportmediziner eine Laktat-Leistungskurve, die Basis einer Trainings-Empfehlung ist.
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